Prof. Dr. rer. soc. Thomas Elbert

Curriculum Vitae

Thomas Elbert lehrt und forscht an der Universität Konstanz (Ordinarius für Klinische Psychologie und Neuropsychologie), der Unversité Lumière de Bujumbura, Burundi (Honorarprofessor) und der Mbarara University of Science and Technology, Uganda (Honorary Lecturer).

Thomas Elbert ist Sprecher der DFG-Forschungsgruppe «Sozialer Stress», hält ein Kosselleck-Projekt zur Psychobiologie der menschlichen Gewalt- und Tötungsbereitschaft und einen ERC Advanced grant zur Erforschung des neuronalen und epigenetisch gestützten Gedächtnisses von Gewalt und Trauma. Er wurde zum Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie Leopoldina sowie des Internationalen Neuropsychologischen Symposiums berufen. Seine mehr als 400 Publikationen umfassen Forschungen zur Organisation von Gehirnfunktionen und deren Beziehung zu Verhalten und Psychopathologie. Insbesondere untersucht Elbert die Konsequenzen von traumatischen Stresserfahrungen auf Gehirn und Verhalten.

In Kollaboration mit Professor Frank Neuner und Dr. Maggie Schauer wurde die Narrative Expositionstherapie (NET) entwickelt, eine effektive Intervention zur Reduzierung traumatischer Stress-Symptome bei Überlebenden organisierter Gewalt, Folter, Krieg, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Diese Behandlung wurde im Rahmen von Feldstudien in Krisenregionen in Afrika, Lateinamerika und Asien erfolgreich getestet.

Thomas Elbert studierte Psychologie, Mathematik und Physik an den Universitäten München und Tübingen.

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